Die Zahl schwerer Verkehrsunfälle zu reduzieren, die unter dem Einfluss von Alkohol verursacht werden – das ist das Ziel der „Aktion BOB“, die das Polizeipräsidium Mittelhessen am 5. Oktober 2007 in Gießen startete. Adressaten der Initiative, die ihren Ursprung Mitte der neunziger Jahre in Belgien hatte und seitdem eine echte „Erfolgsstory“ schreibt, sind junge Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren. Eine Personengruppe, die überproportional häufig an Verkehrsunfällen mit schlimmem Ausgang beteiligt ist. Laut aktueller Statistik wird jeder vierte Unfall, bei dem Menschen zu Schaden kommen, von 18- bis 24-jährigen Verkehrsteilnehmern verursacht. Bei den Karambolagen, die sich unter Alkoholeinfluss ereignen, liegt die Beteiligung dieser Personengruppe sogar bei über 30 Prozent. Auf den Straßen in Mittelhessen wurde seit dem Start der „Aktion BOB“ ein signifikanter Rückgang der Unfälle registriert, bei denen Alkohol im Spiel war. Eine Evaluation der Justus-Liebig-Universität Gießen bestätigt den Erfolg der „Aktion gegen Alkohol im Straßenverkehr“. Zu den Unternehmen und Verbänden, die die „Aktion BOB“ unterstützen, zählt auch die Arbeiterwohlfahrt Lahn-Dill mit Sitz im mittelhessischen Herborn. Aus diesem Anlass richten der Regionale Verkehrsdienst Lahn-Dill (Polizei), das Herborner Johanneum-Gymnasium und die Arbeiterwohlfahrt Lahn-Dill (AWO-Kreisverband in Herborn) am 23. Juni 2026 (Dienstag) zwischen 7.45 und 13 Uhr eine weitere Auflage der traditionellen BOB-Workshops aus. Während der insgesamt drei 90-minütigen Workshops mit Elftklässlern des Johanneum-Gymnasiums und dem Team des Regionalen Verkehrsdienstes Lahn-Dill (Polizei) kommt unter anderem eine Rauschbrille zum Einsatz. Geplant sind Koordinationsübungen und eine Einführung in die „Aktion BOB“, die allein im Lahn-Dill-Kreis von über 100 Gaststätten unterstützt wird.

Kontakt: Joachim Spahn, Koordinator im AWO-Mehrgenerationenhaus, Tel. (02772) 959616, Tel. (0151) 59126139, E-Mail: j.spahn@awo-lahn-dill.de.

Mehr im Internet: www.aktion-bob.de.